Eine Ode an die Kommando-Zeile
Es ist schon lange überfällig, schon oft wurde ihr der Tod nahe gelegt, Unnutz vergeblich attestiert, und unbemerkt hat sie noch immer triumphiert.
Es wird Zeit, die Faszination der Kommando-Zeile, in einigen würdigen Beispielen hervorzuheben!
(Ein Heldenlied der Kommandozeile)
Im Schatten blinkt ein kleiner Strich,
ein leeres Feld, doch königlich.
Kein Fensterrahmen, kein Icon-Glanz –
nur Worte tanzen ihren Tanz.
Die Shell, sie spricht in stillen Tönen,
in Pipes und Greps und Subroutinen.
Wo GUIs stürzen, bockig schreien,
bleibt Bash gelassen, stark und rein.
Mit htop siehst du, was da lebt,
was RAM verschlingt, was leise bebt.
Ein kill -9, und der Prozess fällt,
so wird in dieser Welt gehellt.
Sie kennt kein buntes Schnickschnack-Zeug,
kein „Drag and Drop“ – solch unnütz Zeug.
Ein Zeichen nur, ein kleiner Befehl –
und schon beginnt das große Spiel.
find, awk, cut, sed und tee,
sie weben Logik wie Magie.
Ein Script geschrieben, schlank und fein,
kann mächtiger als Software sein.
Doch gib Acht, denn wer sie reizt,
wird schnell von rm weggeheizt.
Kein «Rückgängig», kein Sicherheitsnetz,
die Shell ist scharf – kein Kinder-Setz.
Sie ist Gedicht, sie ist System,
sie ist die Macht im Datenstrom.
Wer sie versteht, der kann befehlen –
nicht bitten, klicken noch gar wählen!